Hueblog: Tint Aris: Buntes LED-Panel von Müller-Licht ausprobiert

Tint Aris: Buntes LED-Panel von Müller-Licht ausprobiert

Ab Donnerstag im Online-Shop von Aldi erhältlich

Ich finde es ja immer noch ein bisschen schade, dass Philips Hue sein wirklich tolles LED-Panel Aurelle auch zwei Jahre nach dem Marktstart weiterhin nur als White Ambiance Variante verkauft und wir auf Farben verzichten müssen. Diese würden auf einer so großen Fläche sicherlich wunderbar wirken.

Umso gespannter sind wir, was die Konkurrenz zu leisten im Stande ist. Falls ihr in dieser Woche schon durch euren Aldi-Prospekt geblättert habt, habt ihr es vielleicht schon entdeckt: Das Tint Aris LED-Panel von Müller-Licht. Es wird ab Donnerstag in den Online-Shops von Aldi-Nord und Aldi-Süd verkauft – das 45×45 Zentimeter große Modell gibt es zum Angebotspreis von 125,13 statt 149 Euro.

Müller-Licht wird insgesamt fünf verschiedene Modelle auf den Markt bringen, die allesamt verschieden Weißtöne und auch 16 Millionen Farben anzeigen können. Hier eine kleine Übersicht über die verschiedenen Varianten.

  • Tint Aris 30×30 cm: 1.400 Lumen, 18 Watt Verbrauch
  • Tint Aris 60×30 cm: 1.400 Lumen, 24 Watt Verbrauch
  • Tint Aris 45×45 cm: 1.700 Lumen, 24 Watt Verbrauch
  • Tint Aris 60×60 cm: 2.000 Lumen, 36 Watt Verbrauch
  • Tint Aris 120×30 cm: 2.000 Lumen, 36 Watt Verbrauch

Ein Vergleich mit der Hue Aurelle zeigt, dass das Tint Aris leider nicht annähernd so hell leuchten kann. Direkt vergleichen können wir beispielsweise das Modell mit 30×30 Zentimeter. Hier schafft Philips Hue mit der Aurelle bis zu 2.200 Lumen. Noch größer ist der Unterschied beim 60×60 Zentimeter großen Duell, hier bietet Philips Hue mit bis zu 4.200 Lumen ein fast doppelt so hohe Helligkeit.

Bei zwei Details kann die Tint Aris definitiv punkten

An anderer Stelle sieht man aber durchaus, dass sich die Kollegen bei Müller-Licht durchaus Gedanken rund um ihr Produkt gemacht haben. Zwei Dinge sind mir dabei sehr positiv ins Auge gestochen.

So lässt sich Tint Aris im Gegensatz zur Hue Aurelle auch ganz ohne Helfer und vor allem ziemlich entspannt montieren. Zunächst wird eine Halterung an die Decke geschraubt, dort kann man dann das LED-Panel mit einem Karabiner einhängen, um die beiden Netzkabel in die Steckverbindungen zu stecken. Danach wird das Panel nur noch eingegangen – was übrigens nicht nur an der Decke, sondern auch der Wand funktioniert. Wirklich sehr löblich.

Zudem verfügt die Tint Aris über einen kleinen Leuchtstreifen auf der Rückseite. Dieser zeigt die gleiche Farbe an wie das große LED-Panel auf der Vorderseite und sorgt dafür, dass die Wand rund um die Tint Aris auch ein bisschen mit Licht angestrahlt wird. Das sieht klasse aus.

Helligkeit nimmt bei Farben leider rapide ab

Die Verbindung mit der Philips Hue Bridge ist ohne Probleme möglich, wie immer natürlich ohne Unterstützung für HomeKit oder Hue Entertainment. Allerdings sollte man einen Blick in die Anleitung werfen: Die Tint Aris ist zunächst mit der mitgelieferten Fernbedienung gekoppelt und muss zunächst zurückgesetzt werden (5x drei Sekunden aus- und eine Sekunde anschalten).

Bei den verschiedenen Weißtönen, unterstützt wird ein Farbraum von 1.800 bis 6.500 Kelvin, macht das LED-Panel von Müller-Licht eine gute Figur. Die Farben werden leider nicht ganz so hell dargestellt, zudem bin ich hier auch mit der Qualität nicht ganz zufrieden: Lila-Töne wirken eher Blau und Farben wie Rot oder Gelb sind ziemlich blass. Blau und Grün werden recht ordentlich dargestellt.

Ein abschließendes Fazit fällt mir dieses Mal unglaublich schwer. Auf der einen Seite hat Tint Aris von Müller-Licht einige pfiffige Ideen, doch gerade die LED-Technik kann nicht auf ganzer Linie überzeugen. Sollte bei euch vor allem weißes Licht zur kompletten Beleuchtung eines Raumes gefragt sein, würde ich dann doch zur etwas teureren, aber auch viel helleren Philips Hue Aurelle greifen.

In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 4 Antworten

  1. Mich schreckt der Preis ein wenig ab.
    Deshalb habe ich mir für meine abgehängte Decke mit Spots ein eigenes Panel gebaut aus satiniertem Plexiglas, einer zu den Spots passenden Alu Schiene und dem Lightstrip+.

    So konnte ich Größe, Form und Optik selbst wählen.

  2. Wie verhalten sich eigentlich die ganzen Tint-Produkte nach einem Stromausfall? Bei Hue kann man das ja schön konfigurieren (aus, letzter Zustand, Wunschlicht, …)

    1. Es gehen ja ohne bestimmte Konfiguration nur zwei Dinge: Standard-Weiß oder letzter Zustand. Ich bin mir bei Tint gerade nicht ganz sicher, ehrlich gesagt.

  3. Ich hab mir das tatsächlich selber mit einer Aurelle und einem Hue Light Strip + Aluprofil + anderes Netzteil für den Light Strip selbst gebaut. Der Vorteil ist, das dann auch unterschiedliche Farben eingestellt werden können (Aurelle natürlich nur Ambiance). Sieht wirklich cool aus. Man muss dabei natürlich etwas handwerkliches Geschick mitbringen und es ist nochmal teurer, leider.

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