Hueblog: Philips Hue Play Screen Sync: Die TV-Kamera im Test

Philips Hue Play Screen Sync: Die TV-Kamera im Test

Eine Alternative zur Sync Box?

Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das?

Vor ein paar Tagen habe ich schon einen ausführlichen Blick auf den Philips Hue Play Gradient Lightstrip Pro für die Montage hinter dem Fernseher geworfen. Heute schauen wir uns das nächste neue Gadget vor, das der Hersteller im September auf den Markt gebracht hat. Mit Philips Hue Play Screen Sync gibt es nun auch eine Kamera, die zur Erkennung der Bildschirminhalte und zur anschließenden Steuerung der Lichter genutzt werden kann. Hue Play Screen Sync kostet 119,99 Euro und ist im Handel schon für rund 100 Euro erhältlich.

Schauen wir uns zunächst noch die Alternativen an. Die teure Hue Play HDMI Sync Box 8K richtet sich vor allem an Konsolen-Gamer oder für Haushalte mit mehreren HDMI-Geräten. Die neue Hue Play HDMI Sync Box 4K kostet 149,99 Euro und funktioniert mit einem HDMI‑Gerät. Interne TV-Quellen können beide Modelle nicht verarbeiten. Das wiederum ist mit der Hue Sync TV-App möglich, die es allerdings nur für neuere Fernseher von Samsung und LG gibt. Rein von der Idee her hat die Hue Play Screen Sync TV-Kamera also durchaus ihre Daseinsberechtigung – denn ihr ist egal, auf welchen Fernseher sie gesteckt wird und welche Inhalte ihr schaut.


Die Installation und Einrichtung der Hue Play Screen Sync Kamera

Die Einrichtung des neuen Gadgets ist denkbar einfach. Nach dem Auspacken verbindet ihr das rund zwei Meter lange USB-C-Kabel mitsamt kleinem Steckernetzteil mit einer Steckdose in der Nähe des Fernsehers. Die Hue Play Screen Sync Kamera wird einfach auf die Oberseite des Fernsehers gesteckt und hält dort ohne Klebestreifen oder Schrauben – solange ihr jetzt nicht groß am Fernseher wackelt.

In der Hue-App fügt ihr die TV-Kamera einfach über den QR-Code als neues Gerät hinzu und werdet dann durch den Einrichtungsprozess geführt, hier wird unter anderem eine WLAN-Verbindung hergestellt und die Kopplung mit der Hue Bridge (Pro) durchgeführt. Wichtig ist hier vor allem die Kalibrierung der Kamera: Das TV-Bild muss markiert werden. Bei mir hat das bereits im ersten Versuch vollkommen automatisch geklappt.

Im letzten Schritt wird Hue Play Screen Sync dann mit einem Entertainment-Bereich verbunden. Genau wie bei allen anderen Sync-Produkten können hier bis zu 10 Lampen im Raum verteilt angesteuert werden. Nicht nur der Leuchtstreifen hinter dem Fernseher, sondern auch andere farbfähige Hue-Lichter.

Diese Punkte haben bei mir für Ernüchterung gesorgt

Der große Vorteil ist neben dem kleinen Preis sicherlich die Tatsache, dass die Hue Play Screen Sync TV-Kamera mit allen Inhalten funktioniert. Ob ihr nun klassisches Kabelfernsehen nutzt, eine Konsole anschließt, interne Smart-TV-Anwendungen nutzt oder Inhalte drahtlos auf den Fernseher übertragt, ist der TV-Kamera vollkommen egal. Eigentlich eine ziemlich tolle Sache.

Wir müssen allerdings auch über einige Schattenseiten sprechen. Das wäre zum Beispiel die TV-Kamera selbst. Das Gerät wirkt definitiv wie ein Fremdkörper auf dem Fernseher, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Ein viel größerer Nachteil ist aus meiner Sicht allerdings, dass die Synchronisation nicht automatisch startet. Wenn ihr den Fernseher einschaltet, müsst ihr entweder auf den kleinen Knopf direkt am Hue Play Screen Sync drücken oder den Sync über die Hue-App starten. Und am Ende auch wieder stoppen.

Hue Play Screen Sync und Sync Box im direkten Vergleich

Noch viel schlimmer fand ich allerdings die Qualität der Lichteffekte. In einem abgedunkelten Raum ohne Lichteinflüsse von außen (die können die Erkennung nämlich auch noch beeinflussen), waren die Unterschiede zwischen der Philips Hue Play Screen Sync TV-Kamera und der Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K eklatant. Schaut euch dazu einfach mal die beiden Bilder einer identischen Szene an.

Beim ersten Bild ist Hue Play Screen Sync für die Farben verantwortlich. Die komplette rechte Seite und zwei Drittel der oberen Seite werden von Hellblau dominiert, links steht Gelb im Fokus.

Beim zweiten Bild sehen wir die neue HDMI Sync Box 4K im Einsatz. Hier sind vier, wenn nicht sogar fünf unterschiedliche Farben zu erkennen, die zudem viel kräftiger leuchten – und das bei den gleichen Einstellungen rund um Intensität und Helligkeit.

Ein klares Fazit zur neuen TV-Kamera von Philips Hue

Der Sync-Effekt mit der klassischen Sync Box von Philips Hue hat mir um Welten besser gefallen. Der Preisunterschied von offiziell 30 Euro sollte hier definitiv keine Rolle spielen.

Am Ende des Tages sehe ich nur einen einzigen Grund, zur Philips Hue Play Screen Sync TV-Kamera zu greifen: Ihr nutzt euren Fernseher hauptsächlich ohne externe HDMI-Geräte und er stammt nicht von LG oder Samsung (unterstützt also nicht die Sync TV-App). In allen anderen Fällen hat Hue Play Screen Sync rund um Farbqualität, Optik und Handhabung absolut keine Chance gegenüber den anderen Lösungen.

Philips Hue Play Bildschirm Synchronisierung
  • PLUG AND PLAY – Hue Screen Sync ist eine Plug-and-Play-Lösung, die Sie im Handumdrehen einrichten können, um direkt in die Welt des Hue...
  • PASSEND FÜR IHREN BILDSCHIRM – Die Bildschirm Synchronisierung verfügt über einen integrierten Schwerkraftmechanismus, sodass sie sicher an Ihrem...

Avatar-Foto
In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert