Mit der Geheimhaltung der neuen Produkte, die vermutlich Anfang September im Rahmen der IFA in Berlin vorgestellt werden, klappt es bei Philips Hue auch in diesem Jahr nicht wirklich gut. Nach den neuen Festavia-Lichterketten und den Outdoor-Wandleuchten kann ich euch heute eine neue Kamera für Hue Sync präsentieren. Sie wird vermutlich den Namen “Screen Sync” tragen und ist für einen kurzen Moment in einer mehrstündigen Online-Präsentation zu sehen.
Das neue Hue-Gadget wird am oberen Bildschirmrand eines Fernsehers oder Monitors befestigt und blickt mit einer Kamera auf den Bildschirminhalt. Dieser wird analysiert und die Daten werden so aufbereitet, um Lichtsignale an Hue-Lampen im eingerichteten Entertainment-Bereich zu senden. So werden die Farben des TV-Bilds auf die Hue-Beleuchtung ausgeweitet.
Neben der Philips Hue Play HDMI Sync Box und der Philips Hue Sync TV App für unterstützte Fernseher von Samsung und LG wäre die Screen Sync Kamera die dritte Möglichkeit, das TV-Bild zu synchronisieren. Die Kameratechnik hat dabei einen entscheidenden Vorteil und auch einen entscheidenden Nachteil. Im Gegensatz zur Sync Box ist man nicht auf externe HDMI-Zuspieler angewiesen, sondern kann auch interne TV-Signale “abgreifen”. Optisch ist so eine Kamera, die an der Oberseite des TVs angebracht ist, natürlich nicht unbedingt ein Schmuckstück.

Konkurrenz bietet Sync-Kameras schon länger an
Die Idee einer Kamera oben auf dem Fernseher ist wahrlich nicht neu. Schon andere Hersteller haben diesen relativ einfach umzusetzenden Weg in der Vergangenheit gewählt, unter anderem Nanoleaf und Govee. Das Top-Modell von Govee ist die Govee TV Hintergrundbeleuchtung 3 Pro mit HDR-Dreifachkamera, die ihr inklusive Leuchtsteifen für rund 200 Euro bekommt.
Die TV-Kamera von Philips Hue wird den ersten Bildern zufolge nur über eine Linse verfügen. Üblicherweise ist die dann mit einer Fisheye-Technik ausgestattet, um den ganzen Bildschirmbereich erfassen zu können. Ich bin schon gespannt, wie gut das am Ende in der Praxis funktionieren wird.
- HDR-Bildaufnahmefunktion: Ein verbesserter Bildsensor mit HDR-Tech sorgt für naturgetreuere Farben und garantiert gleichzeitig hellere Lichter und...
- Hochpräzise Dreifachkamera: Die Dreifachlinse erweitert die TV-Hintergrundbeleuchtung um 50%, um einen größeren Farbbereich an den Ecken sowie eine...
Besser wäre es wenn sie von unten nach oben oder von weiter weg auf den TV schauen könnte.
Ich bin generell echter Fan von der Technik. Ich würde aber sagen, dass die oben angebrachte Kamera für quasi alle TV-Modelle eine sichere Bank ist. Unten ist jeder TV jeder TV anders geformt und es hat auch nicht jeder ein Schrank im passenden Abstand unter dem TV.
Die Konkurrenz kann auch von unten nach oben schauen. Technisch sollte das ein Kinderspiel sein. Ich frage mich ob zB auch noch ein 98″ TV oder eine 120″ Leinwand “ins Bild” passen.
Da ich aber alles über einen PC zuspiele, habe ich keinen Bedarf für solche Lösungen.
Dann baust Du die Kamera einfach unten an, und rotierst die teilnehmenden Lampen um 180 Grad.
Aber davon abgesehen: Wenn die Kamera unten ist, ist der Einfall von Streulicht wesentlich wahrscheinlicher, als umgekehrt.
Auf keinen Fang hänge ich mir so eine Kamera an die Glotze!Ist bestimmt eine einfache und günstige Lösung, aber die Hersteller geben sich wirklich Mühe, dass die Fernseher nahezu Rahmenlos sind, wir geben uns Mühe, dass sie zu Hause ordentlich aussehen und dann Pack ich mir so ein Teil da drauf… nene! AmbiScape sollte mal langsam funktionieren! Aber das ist ja eine andere Baustelle. 🙄
Wenn Philips Hue bereits HDMI-Sync-Boxen und TV-Apps anbietet, welche besonderen Vorteile bietet dann die neue Screen-Sync-Kamera, die eine Entscheidung für dieses Produkt gegenüber den bestehenden Lösungen rechtfertigen?
TV-Apps sind generell die beste Lösung, haben aber manchmal etwas Verzögerung zu den Lichtern weil der TV erst mit der Bridge kommunizieren muss und diese die Lichter ansteuert, deshalb kann es manchmal den Eindruck machen das etwas “hinterherhängt”.
Die Sync-Box hat den großen Nachteil das nur Eingangsquellen über HDMI synchronisiert werden können, mit “normalen” Kabel-/Satellit TV ist das mit der SyncBox nicht möglich. (ausser man stellt sich einen externen Receiver hin)
Auch wird das Timinig der Quelle etwas langsamer.
(was für Hardcore-Gamer nervend sein kann)
Die Kamera ist hier die beste Universal-Waffe weil man unabhängig von Eingangssignalen ist, alles was über den Bildschirm flimmert fängt die Kamera auf und gibt es ohne Verzögerung an die Lichter.
Einziger Nachteil ist eben dieser “hässliche Haken” oben am Bildschirmrand.
Also… choose wisely…
Naja, die Kamera müsste genauso wie App und Sync Box erst mit der Bridge kommunizieren. Sie hat sogar den Nachteil, dass das Bild erst analysiert werden kann, wenn es schon auf dem Bildschirm zu sehen ist. Mit Kommunikation zur Bridge und dann zu den Lampen ist die Verzögerung also die größte unter all den Möglichkeiten.
Der Vorteil ist aber, dass man unabhängig vom Eingangssignal (es wird auch keine neue Kamera notwendig, wenn man irgendwann auf HDMI 2.2 oder höher upgraden will) sowie vom Betriebssystem des Fernsehers ist (z.B. wenn man keinen Fernseher von Samsung oder LG kaufen will).