Hueblog: ConBee II: Universeller ZigBee-Gateway erhält Unterstützung für Wandschalter Modul

ConBee II: Universeller ZigBee-Gateway erhält Unterstützung für Wandschalter Modul

Aktuell noch im Beta-Test

Aktuell sehe ich für mich persönlich keinen Grund, der Hue Bridge den Rücken zu kehren – auch wenn es unter anderem mit der Beschränkung auf 63 Leuchtmittel doch ein Manko gibt, das mich stört. Am Ende des Tages habe ich aber ein System, das ohne große Bastelei und Fummelei zuverlässig und stabil läuft.

Aus zahlreichen Kommentaren und E-Mails weiß ich aber auch, dass der ConBee II ein sehr gutes Standing hat. Dabei handelt es sich um ein universelles ZigBee-Gateway in Form eines USB-Sticks. Also quasi eine Alternative zur Hue Bridge mit einer gänzlich anderen Software.

Hier mal ein paar Infos aus der Produktbeschreibung, ich habe wie gesagt bisher keine eigenen Erfahrungen mit dem ConBee II:

Aus Prinzip keine Cloud. Der ConBee II bietet eine vollständig lokale Steuerung aller Zigbee Geräte. Zur Steuerung und Konfiguration kommt die kostenfreie und nutzerfreundliche Phoscon App zum Einsatz. Neben dieser gibt es von der Community gestützte Haus-Automatisierungs-Systeme wie Home Assistant, HASS.io, openHAB, FHEM, HomeSeer, Homebridge, ioBroker und Mozilla IoT Gateway, in denen der ConBee II integriert ist. Damit eröffnen sich viele spannende Möglichkeiten, um die vom ConBee II unterstützten Zigbee Geräte in die Haus-Automatisierung einzubinden.

Interessante Neuigkeiten gibt es jetzt aus dem Beta-Bereich der Entwickler. Die Phoscon-App wurde in Version 2.10.3, einer Beta-Version basierend auf Version 2.10.2, um eine initiale Unterstützung für das Philips Hue Wall Switch Modul ergänzt. Damit sollte es prinzipiell möglich sein, das neue Zubehör mit dem ConBee II zu verbinden und auch grundlegend zu konfigurieren.

Solltet ihr das System selbst im Einsatz und auch das Hue Wandschalter Modul bereits erhalten haben, könnt ihr die neue Beta bei Gelegenheit ja mal ausprobieren und auch gerne in die Kommentare schreiben, wie alles geklappt hat.

ConBee II das universelle Zigbee USB-Gateway
2.712 Bewertungen
ConBee II das universelle Zigbee USB-Gateway
  • Universelles Zigbee USB-Gateway, vereint herstellerübergreifend beliebte Zigbee Produkte
  • Autarke Lösung ohne Cloud-, Registrierungs- und Internetzwang
In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 9 Antworten

  1. Ich würde es sehr gerne für euch testen, habe aber kein Wandschaltermodul bekommen können 🙁
    Ich nutze den Conbee II sehr gerne, da ich mehr Freiheiten habe bei der Integration Hue fremder Hersteller. Ich kann zum Beispiel die Steckdosenleiste von Aldi nutzen und jedes meiner an den TV angeschlossene Gerät einzeln schalten. Nur als ein positives Beispiel.
    Das wichtigste beim Conbee II finde ich jedoch, dass ich keine Cloud Anbindung habe sondern alles auf meinem eigenen Server läuft.

  2. Ich nutze auch den Conbee statt der Hue Bridge und zwar aus mehreren Gründen:

    – Ich habe eine Backup-Funktion. Wer sein Haus damit ausstattet, der sollte unbedingt Notfallszenarien im Kopf haben und bei der Hue Bridge sieht es da arg schlecht aus. Da finde ich die Hue Bridge eher als Bastellösung btw. mit der heißen Nadel gestrickt. Fällt sie aus, hat man ein Problem.

    – Ich bin nicht nur auf Licht beschränkt und kann z.B. auch Lichtschalter-Events dazu nutzen, die Musik lauter und leiser zu machen (mittels Home Assistant).

    – Ich kann ZigBee Direct Bindings konfigurieren, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen.

    – Ich kann Firmware-Updates für alle beliebigen Hersteller einspielen (sofern es die gibt) und bin da nicht auf Philips-Komponenten beschränkt.

    1. „Ich kann ZigBee Direct Bindings konfigurieren“.
      Mit welchen Komponenten geht das den? Unter direct binding verstehe ich, dass man Licht auch dann schalten kann, wenn der conbee nicht in den Schaltvorgang integriert ist.

    2. @Timo: Ganz genau: ist das Direct Binding zwischen Komponenten konfiguriert, kannst du direkt ohne Umweg über den Hub das Licht schalten, was die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit enorm erhöht. Das geht tatsächlich mit fast allen ZigBee-Schaltern. Ich nutze das mit dem Hue Dimmer Switch und den IKEA Tradfri-Schaltern. Mit dem Hue Smart Button soll es wohl auch gehen, der Bericht zum Wandschalter-Modul dazu steht noch aus. Schade, dass darauf hier im Blog nicht eingegangen wird.

      Die Konfiguration ist ganz einfach. Die meisten Schalter, die das unterstützen, legen im DeCONZ eine Gruppe mit dem Namen des Schalters an. Diese kannst du auch nicht löschen. Die siehst du in der Regel aber nur in der alten Weboberfläche (zu erreichen in Phoscon über „Hilfe“ -> „Alte WebApp Version“). Der Gruppe „Hue Dimmer Switch 1“ kannst du so einfach beliebige Leuchtmittel hinzufügen und die werden dann direkt vom Dimmer Switch gesteuert. Fällt das Conbee-Gateway mal aus, ist so die Grundfunktionalität im Haus weiter gewährleistet und der Familiensegen hängt nicht gleich schief.

      Die einzigen Schalter, die das definitiv nicht unterstützen können, sind die Schalter, die ZigBee Green Power nutzen (z.B. alle Schalter mit Energy Harvesting).

    3. Hi Fred,

      ich liebäugle auch schon länger mit dem ConBee II Stick, der hier noch liegt.
      Habe mich noch nicht allzulange damit beschäftigt. Muss ich denn alle ZigBee Geräte komplett neu in der Software – Deconz oder so – anmelden oder kann der einfach alles übernehmen, was meine meine beiden Bridge bisher drauf haben?
      Muss denn zwingend der Rechner an sein, in dem der Stick steckt? Hier liegt auch noch ein Raspi herum, ich denke mal der im 24/7 Betrieb würde reichen? Gibt es ein gutes deutsches Forum zum einlesen?
      Fragen über Fragen?

    4. @Fred: Geht das nur über die alte GUI? Das Direct Binding ist ein sehr sehr spannendes Thema. Ich habe grad mal dazu gegoogelt, aber irgendwie keine Details im Zusammenhang mit dem conbee gefunden. Hast Du dazu etwas mehr Input? Gibt es ggfs. auch Nachteile, d.h. wird der Zustand des Tasters weiterhin in deconz abgefangen und kann ausgewertet werden? Danke.

    5. @cduser: Klar kannst du einen Raspberry Pi nehmen, mache ich auch so. Einen dicken Desktop-Rechner ständig 24/7 laufen zu lassen, ist ja absoluter Käse. Für die ersten Schritte ist es am Rechner aber ganz cool – mal eben einen Dimmer und eine Lampe anlernen und experimentieren. So kann man die Lösung erstmal kennen lernen. Wenn man sich dann für den Conbee entschieden hat, dann ab auf den Pi damit. Und ja, natürlich musst du deine Geräte einzeln neu anlernen. Ist ja ein neues ZigBee-Netzwerk.

      Lesestoff kann ich keinen direkt empfehlen, habe mir eigentlich alles selber durch Ausprobieren und googeln erarbeitet. Mit dem Raspberry Pi und Linux allgemein sollte man aber natürlich umgehen können 😉

      @Timo: Die Konfiguration der Direct-Binding Gruppe geht meiner Meinung nach tatsächlich nur über die alte Web-UI. Das macht man ja genau einmal und das war es dann.

      Der Zustand des Tasters kann auch weiterhin in DeCONZ abgefragt werden. Allerdings ist das je nach Schalter nur bedingt hilfreich, weil du das an/aus/dimmen der direkt mit dem Schalter verbundenden Leuchtmittel ja nicht mehr verhindern kannst. Damit bleibt je nach Schalter nicht mehr viel übrig, was man noch tun kann. Das durchschalten von Szenen mit der Power-Taste könnte man aber z.B. weiterhin über das Gateway programmieren.

      Mein Notfall-Konzept sieht insgesamt übrigens wie folgt aus: In jedem Raum gibt es mind. 1 Lichtschalter (bzw. ZigBee Remote), der die Hauptlichtquelle immer schalten kann (selbst ohne Hub, d.h. per Direct Binding). Das habe ich in einem Notfallhandbuch dokumentiert. Weitere Schalter gehen u.U. nur, wenn das Gateway läuft. Wenn das Gateway aber mal ausfällt, während ich ein paar Tage auf Dienstreise bin, muss die Familie so trotzdem nicht im Dunkeln sitzen. Dafür entfallen halt ein paar Komfort-Funktionen.

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