Gestern war ich bei Logitech in München zu Gast. Ihr fragt euch sicherlich: Was hat das mit Philips Hue zu tun? Nun, die beiden Hersteller haben eine Kooperation gestartet. Schon seit einiger Zeit kann man Hue-Lichter über die Logi Options+ Software im Zusammenspiel mit den MX-Produkten steuern. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch demnächst noch einmal näher erklären werde.
Im Gespräch mit den lieben Leuten von Philips Hue wurde ich dann auch wieder gefragt, welches Produkt aus meiner Sicht denn noch im Portfolio fehlen würde. Hier kam mir dann unter anderem ein Präsenzsensor in den Sinn, wie es ihn zum Beispiel schon von Herstellern wie Aqara oder Meross gibt.
Das sind die aktuellen Möglichkeiten
Aktuell gibt es bei Philips Hue ja den altbekannten Bewegungssensor, der im September tatsächlich schon seinen zehnten Geburtstag feiert. Dieser arbeitet mit einem passiven Infrarot-Sensor, der Wärmeveränderungen im Sichtfeld erkennt und dann die Lampen auslöst. Problematisch ist dabei: Hunde und Katzen können den Sensor ebenfalls auslösen. Und wenn ihr euch nicht genug bewegt, dann seid ihr für den Sensor unsichtbar.
Als zweite Alternative gibt es, zumindest für die Hue Bridge Pro, das neue MotionAware-Feature. Hier wird mit Hilfe von drei oder vier Hue-Lampen und den Funksignalen erkannt, ob sich zwischen diesen Lampen jemand bewegt. Aber auch hier kann keine einfache ruhige Anwesenheit erkannt werden, zudem kann die Technik in manchen Räumen gar nicht genutzt werden – wenn beispielsweise nur eine Deckenleuchte im Einsatz ist.
Das sind die Vorteile von Präsenzsensoren
Im Gegensatz zu klassischen Bewegungsmeldern auf PIR-Basis erkennt ein Präsenzsensor nicht nur grobe Bewegungen, sondern auch sehr kleine Veränderungen im Raum. Dadurch bleibt das Licht beispielsweise auch dann eingeschaltet, wenn jemand ruhig am Schreibtisch sitzt, liest oder arbeitet. Während ein PIR-Sensor wie erwähnt vor allem auf Wärmebewegungen reagiert und bei längerer Inaktivität schnell „nichts mehr sieht“, überwachen moderne Präsenzsensoren den Raum deutlich präziser und kontinuierlicher.
Viele moderne Präsenzsensoren arbeiten dabei mit Hochfrequenz- oder mmWave-Technologie (Millimeterwellenradar). Diese Technik kann selbst minimale Bewegungen wie Atembewegungen oder Handbewegungen erfassen und funktioniert oft auch unabhängig von Temperaturunterschieden oder direkter Sichtlinie.
Wünscht ihr euch einen Philips Hue Präsenzsensor?
Ich persönlich bin überzeugt, dass ein Upgrade des Philips Hue Bewegungsmelder auf mmWave-Technik eine wirklich tolle Sache wäre. Gerüchte in diese Richtung habe ich jedoch noch nicht aufgeschnappt. Vielleicht können wir den Hersteller ja gemeinsam zum Nachdenken bringen – schreibt doch gerne mal in die Kommentare, ob so Philips Hue Präsenzsensor für euch interessant wäre…

AUF JEDEN FALL!!!
Ja, auf jeden Fall. Gerade in Räumen, wo man sich länger aufhält, zB Bad, Küche, Esszimmer etc.
Meine Erfahrung mit Präsenzmeldern ist, dass das Licht auch ausgeht, wenn man sich nicht bewegt.
Mein Problem: Wenn jemand duscht, geht das Licht im Badezimmer aus. Ein zweiter Hue Bewegungsmelder, der direkt auf die Dusche ausgerichtet war, hat nicht geholfen. Vermutlich durch das warme Wasser hat der meistens keine Bewegung erkannt. Immer wieder ging das Licht aus.
Ich habe mir da jetzt meine eigenen Lösungen im Zusammenspiel mit Homey und Präsenzmeldern anderer Hersteller gebaut. Der HUE Bewegungsmelder ist immer noch für das einschalten der HUE Lampen im Badezimmer zuständig. Fürs Ausschalten ist aber dann Homey im Zusammenspiel mit dem HUE Bewegungsmelder und dem Aqara Präsenzmelder FP300 zuständig. Jetzt funktioniert es erheblich besser.
Für das Wohnzimmer habe ich mir einen weiteren Präzenzmelder bestellt. In allen anderen Räumen und Fluren arbeiten die HUE Bewegungsmelder sehr zuverlässig.
Es macht schon Sinn, einen Präsenzmelder anzubieten… Jedenfalls, wenn man allein in der HUE Welt unterwegs ist. Ich habe meine “Probleme” gelöst. 🙂
Noch ein Hinweis:
Die HUE Bewegungsmelder haben den “schwarzen Punkt” für die LED-Anzeige. Da ich die Dinger überall stehen habe, also auch im Badezimmer und Gäste-WC, kommt es immer mal vor, das Gäste den Bewegungsmelder “wegdrehen”. Ich vermute, die haben die Befürchtung, dass es sich bei der LED um eine versteckte Kameralinse handeln könnte. Wenn man auch die alten Bewegungsmelder anfasst, ist das bestimmt eine kleine Verbesserung, wenn die LED auch hinter dem Kunststoff oder einer milchigen Abdeckung verbaut würde.