Eine Frage hat vermutlich nicht nur mich in den letzten Tagen beschäftigt: Warum gibt es eigentlich keine smarte Steckdose direkt von Philips Hue?

Als ich in der vergangenen Woche den neuen Innr SP 120 Smart Plug ausprobiert habe, war ich wirklich schwer angetan. Im Vergleich zum klobigen Osram-Stecker punktet die smarte Steckdose mit einem kompakten und schicken Design. Im Prinzip könnt man direkt den Philips Hue Schriftzug drauf kleben und keiner würde es merken.

Nun gut, zumindest aus technischer Sicht gibt es einen erheblichen Unterschied, der vor allem Apple-Nutzer betrifft: Genau wie alle anderen Drittanbieter-Produkte ist auch der Innr SP 120 nicht mit HomeKit kompatibel. Er kann also nicht in Automatisierungen abseits der Hue-App eingebunden und auch nicht mit der Sprachassistentin Siri gesteuert werden.

Insbesondere im Hinblick auf die oftmals sehr günstig zu erhaltende Osram-Steckdose zeigt sich allerdings: Bedarf ist durchaus vorhanden. Meine Statistiken zeigen, dass der Osram-Plug das meistverkaufte „Hue-Produkt“ der vergangenen Monate ist. Klar, hier spielt der geringe Preis durchaus eine Rolle, viele Nutzer hätten aber auch sicherlich 5 bis 10 Euro mehr bezahlt, wenn es keine günstigere Alternative geben würde.

Das Interesse der Nutzer ist auf jeden Fall vorhanden

Spätestens an dieser Stelle muss man fragen: Warum gibt es eigentlich keine Steckdose direkt von Philips Hue? Am Interesse der Kunden sollte es ja nicht scheitern.

Die offizielle Aussage des Herstellers gab es schon vor einiger Zeit. Damals sagte George Yanni, der Head of Technology bei Philips Hue, dass man dem Nutzer mit einer einfachen Steckdose, mit der man ein angeschlossenes Gerät lediglich ein und ausschalten kann, nicht das Lichterlebnis liefern könnte, das man von den eigenen Produkten erwartet. Zumindest eine Dimmfunktion wäre für Philips also Pflicht, um den gleichen Standard wie die Hue White zu erreichen. Und spätestens hier stellt sich die Frage nach der technischen Machbarkeit, zumindest wenn man die smarte Steckdose dann mit nicht dimmbaren Geräten verwenden würde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine smarte Steckdose von Philips Hue dürfte es zumindest in naher Zukunft nicht geben. Es bleiben nur die Drittanbieter wie Osram oder Innr, bei denen man aber in den sauren Apfel beißen und auf HomeKit verzichten muss.

25 Kommentare

  1. Ja zum Teil verständlich. Aber mit persönlich gefallen die Osram Steckdosen vom Design her besser. Klar sind klobig aber sehen nicht so billig aus… 🙂

  2. Da geht Hue an den Bedürfnissen der Nutzern vorbei und verschenkt Geld. Mir wurde eine Hue-Steckdose die nur Schalten kann reichen….

  3. Gibt doch Steckdosen, die HomeKit unterstützen. Wer HomeKit möchte, kauft sich die Eve Energy. Warum sollte es jetzt explizit eine von Philips Hue geben, die dann nichts anderes kann, als die eines anderen Herstellers?

    • Oder man kauft sich die Steckdosen von Koogeek. Ich hatte die Eve und die Koogeek im Vergleich hier zu Hause. Die Eve hat eine deutlich schlechtere Reichweite als die Koogeek, da Eve auf Bluetooth setzt und Koogeek per WLAN mit Komekit spricht. Die Schaltzeiten der Koogeek sind beeindruckend kurz. Hab mir da dann gleich noch drei nachbestellt.

    • Die Frage war ja nicht, ob es alternative Produkte gibt, sondern ob es Kaufargumente für eine Hue Steckdose gibt, die nur schalten kann. Meiner Meinung nach wären die HomeKit Integration gepaart mit den Kombiniermöglichkeiten innerhalb des Hue Systems ein Argument dafür.
      Und da es generell Bedarf an diesen Steckdosen gibt lässt sich Philips hier Geld entgehen, auch wenn es manche so sehen, dass es nicht ins Portfolio passt.
      Für mich persönlich gehört bei der Lichtsteuerung das einfache Schalten dazu.
      Kann ja jeder seine Meinung haben … 🙂

      • Die Frage war…Warum gibt es keine smarte Steckdose von Philips Hue!? Und weil es keine gibt und auch nicht geben wird, kann/muss man auf alternative Produkte ausweichen. Die Osram Plugs z.B. werden von der Hue App erkannt, somit lassen sie sich auch in das Hue System integrieren, kombinieren und steuern, einzig was fehlt ist HomeKit und damit keine Automationen oder Steuerung der Steckdosen über Siri. Wer über Sprache steuern möchte, ist sowieso mit Alexa besser bedient, da es hierfür eine viel grössere Anzahl von Produkten mit Alexa-Integration gibt.

  4. Es gab ja schon Steckdosen von Philips, die man in Hue integrieren konnte.

    Die habe/hatten sogar die Dimm-Möglichkeit. Verstehe nicht, dass die aus dem Programm genommen wurden.

    • Wenn es tatsächlich ne Steckdose gab die auch die Dimmfunktion geliefert hat würde ich sagen haben genügend Leute die keine Dimmbare Birne in der Fassung hatten sich diese zerschossen und das Problem auf Phillips geschoben

    • wurde als „Living Whites“ verkauft (falls jemand was damit anfangen kann, Hue Essential sagt: Produktname Living Whites Plug, Gerätetyp Dimmable plug-in unit 0x0110, Hersteller Philips, Model ID LWL001, Software 1.0.1.4591). Als ich 2013 mit Hue anfing, habe ich ein Viererpack einschl. einer runden Fernbedienung (vgl. der von den Living Colors) für 50 Euro als Restposten auf Amazon kaufen können.

      Nachteil: Schalten nur ich glaube 300W oder so, und sind recht klobig. Vorteil: Mit einem mechanischen Schiebeschalter kann man vom Dimmfunktion auf „on/off only“ umschalten, so dass man auch nicht versehentlich dimmen kann.

      Zu Homekit&Co kann ich nichts sagen, nutze ich nicht. In meinem Setup bestehend aus
      – Steuerung überwiegend durch Kommandos von außen (Homematic-Server)
      – Betrieb früher an der runden, seit diesem Jahr an der aktuellen Bridge
      – Steuerung per Hue Dimmschalter sowie den runden LivingColors-Fernbedienungen (letztere funktionieren nicht mit Osram, Ikea usw.)

      keinerlei Probleme.

  5. Ich find’s schade. Hätte gerne eine Möglichkeit, mein Niedervolt-Seilsystem auch mit Hue zu bedienen – sei es nur ein und aus. Aktuell hängt da ein Trafo an einer Z-Wave-Steckdose, die ich dann mit einem HomeMatic-Wandtaster schalte. Direkt via Hue wäre es natürlich schöner.

  6. Wie schon erwähnt gab es die Philips „Living Whites“ Zwischensteckdosen. Mit 300W Schaltlast/Dimmfunktion völlig ausreichend für die meisten Lampen im Haushalt. Und die Frage „Warum eine HUE Version von etwas das es als Dritthersteller gibt?“ ist die Antwort einfach: Wegen der Einfachheit! Ich habe keine Lust eine komplett andere App zu öffnen, nur um ein altes Erbstück in der Ecke oder wie erwähnt ein Niedervolt-Seilsystem an- und ausschalten zu können. Ich möchte das alle Beleuchtungen in meiner Wohnung mit einer App bedienbar und in Szenen integriert sind. Der (zentrale) Lichtschalter soll alles ausschalten…

    • Du musst doch nicht in eine andere App. Innr und Osram kamm man problemlos von allen Hue-Apps (Standard-App von Philips, iConnectHue und Hue4all) problemlos ansteuern und zumidnest mit letzteren beiden die Funktion auch auf den Dimmschalter oder Tap legen – mit der Standard-App hab ich das noch nicht versucht, weil mir da der Programmierungsumfang der Schalter einfach zu gering ist^^

  7. Die Philips 6916531PH Living Whites Leuchten-Adapter funktionieren ebenso gut mit der Hue Bridge wie die Osram Smart Plug Zwischenstecker.

  8. Dann ist die Überlegung vielleicht eine andere warum sollte ich einen Smart Plug Liefern wegen dem eine Lampe als erstes Erlebnis ein und ausgeschaltet wird, obwohl ich 3-4 Lampen statt einem Smart Plug für diese Lampe an den Troll verkaufen kann der sich sein Licht Steuern will

  9. Und die Philips Whites sind sogar direkt HomeKit fähig. Der Preis damals war auch unschlagbar günstig bei Amazon unter 10€. Einziger Nachteil, da sie offiziell kein Hue Produkt waren, gabs nie ein Update und sie hängen sich öftermal auf.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here