Hueblog: Mein Kommentar zum jüngsten Update von iConnectHue

Mein Kommentar zum jüngsten Update von iConnectHue

Ist ein Abo nun Abzocke oder nicht?

Am Sonntag wurde das wohl bisher größte Update von iConnectHue (App Store-Link) veröffentlicht. Es gibt viele neue Funktionen, neue In-App-Käufe und gleich zwei verschiedenen Abonnements. Und natürlich viele Kommentare unter meinem Artikel hier im Hueblog und auch drüben bei appgefahren.de. Die Meinungen driften dabei zum Teil weit auseinander und heute möchte ich auch noch meinen persönlichen Senf mit dazu geben. Zudem sollt ihr die Möglichkeit haben, eure Fragen an den Entwickler von iConnectHue zu stellen.

Aber dazu später mehr. Zunächst einmal möchte ich einen Blick auf eure Meinungen werfen, diese lassen sich nämlich ziemlich gut in drei Kategorien unterteilen:

Der Unverständliche:

Wieder diese Seuche, Abo-Modelle für Banal-Apps, geht leider sowas von gar nicht. War schön mit dir iConnect, geht auch ohne.

Der Zufriedene:

Ich bin auch immer skeptisch und es wurde ja auch bereits viel im Vorfeld kommentiert und kritisiert. Ich habe die App nun erst einmal auf meinem iPad installiert da dort noch die iPhone-Version drauf war. Ich habe mich nun mal durchgeklickt und bin bislang sehr begeistert über das Update. Durch die Universal App bekomme ich das Update fürs iPad quasi umsonst. Die Änderungen sind bislang gut gelungen. Ehrlich gesagt bin ich kein Freund von Abo-Modellen und denke auch, dass ich erst einmal ohne auskomme.

Der Verwirrte:

Ist das nun ein Abo oder nicht? Wenn ich auf den Link der App klicke komme ich auf den App Store. Dort steht zudem ein anderer Preis als hier auf der Website. Aktualisiert der sich nicht? Alles komisch. Diese Intransparenz macht die App irgendwie unattraktiv.

Grundsätzlich muss man festhalten: Mit dem Update ändert ich für Bestandskunden nichts, sie können weiterhin den gewohnten Funktionsumfang nutzen und behalten auch bisherige In-App-Käufe. Zudem gibt es auch ohne Abo neue Funktionen, die kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Abgezockt wird mit der Aktualisierung also niemand.

Das ist meine persönliche Meinung

Ich nutze iConnectHue nun sicherlich schon seit rund vier Jahren und habe durch meine tägliche Arbeit mit Apps einen sehr guten Eindruck darüber, wie viel Aufwand der Entwickler in sein Projekt gesteckt hat. Zwischendurch wurden immer mal wieder einzelne In-App-Käufe für besondere Funktionen eingebaut, im Großen und Ganzen hat man als Nutzer aber ein Mal gezahlt und dafür jahrelangen Support mit zum Teil umfangreichen Updates erhalten.

Nun kann ich durchaus verstehen, dass dieses Modell für einen Entwickler, der mit einer App vermutlich seinen Lebensunterhalt verdient, nicht dauerhaft zufriedenstellend ist. Schließlich bekommen wir alle ja auch monatlich Geld für unsere Arbeit und nicht nur ein einziges Mal am Einstellungstag. Das große Problem: Apple bietet keine Funktion für bezahlte Updates an – ein Kritikpunkt, den Entwickler schon seit Jahren äußern. Und so bleibt am Ende nur der Abo-Ausweg.

Ich persönlich bin kein großer Fan von Abo-Modellen in Apps, es sei denn die Dienstleistung wird von mir regelmäßig genutzt. Das ist bei Sachen wie Spotify, Amazon Prime, Apple Arcade oder Netflix der Fall. iConnectHue zählt zwar zu meinen Favoriten, die App nutze ich aber hauptsächlich zur Konfiguration des Systems. Es vergehen zwischendurch auch mal mehrere Wochen, ohne dass ich die App öffne. Zur Steuerung abseits von physischen Schaltern und Sprachassistenten greife ich zumeist auf die offizielle Hue-App zurück, denn ich finde die Startseite von iConnectHue einfach nicht sexy genug.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da draußen Nutzer gibt, bei denen das anders aussieht und die auch die Weiterentwicklung von iConnectHue mit einem Abo unterstützen möchten. Völlig legitim. Ich verstehe aber nicht, warum man dann zwei verschiedene Abos – Basis und Pro – einführen muss, deren Preis pro Monat sich nur um 50 Cent unterscheidet. Der Entwickler wird sich dabei durchaus etwas gedacht haben – für den Nutzer macht es das am Ende aber nicht übersichtlicher und einfacher.

Nichtsdestotrotz werde ich iConnectHue auch in Zukunft weiter nutzen – im gewohnten Umfang und den vorhandenen Möglichkeiten ohne monatliche Kosten. Das ist für mich ein fairer Deal.

Was sind eure Fragen an den Entwickler von iConnectHue?

Wenn ich mir die Fragen hier in den Kommentaren, auf Facebook und im App Store ansehe, bin ich davon überzeugt, dass es durchaus noch zahlreiche Fragen und auch etwas Redebedarf gibt, um Details zu klären. Aus diesem Grund möchte ich auch die Möglichkeit geben, eure Fragen unter diesem Artikel in den Kommentaren loszuwerden. Ich werde bis Ende der Woche fünf bis zehn Fragen aussuchen und diese dann vom Entwickler von iConnectHue beantworten lassen. Achtet trotz des möglicherweise noch vorhandenen Unmuts aber bitte ein wenig auf eure Wortwahl.

In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 20 Antworten

  1. Vielen Dank für die weiteren Erläuterungen. Ich bin selbst Käufer dieser App (Bestandskunde) und finde die App prima und bereue den Kauf nicht.

    Die folgende Anmerkung von Dir: „Schließlich bekommen wir alle ja auch monatlich Geld für unsere Arbeit und nicht nur ein einziges Mal am Einstellungstag.“ würde ich so nicht teilen wollen. Das fängt ja schon an mit dem kriminellen Geschäft von Urheberrechten (unbegrenzte Geld-Druckmaschine).

    Man stelle sich mal vor der Dachdecker der dir das Dach gedeckt hat, kommt jeden Monat an und hält die Hand auf. Oder der Schreiner der dir die Küche aufgebaut hat kommt monatlich an und will Geld dafür haben weil du ja die Küche jeden Monat benutzt.

    1. Ich bin auch kein Fan von Abo-Modellen. Nutze die App bisher auch nicht, kann mir aber vorstellen die Basisversion zu kaufen und dann ist erst mal gut.

      Aber dein Vergleich hinkt. Der Dachdecker deckt dir das Dach ja auch nur einmal. Würde er es von Zeit zu Zeit optimieren, verbessern, reinigen oder was auch immer, würde er dir erneut eine Rechnung stellen und das auch nicht vor free machen. Der Schreiner nimmt auch erneut Geld, wenn du die Küche mit neuen Geräten ausstattest und er dir darauf hin etwas erneuern, verbessern oder umbauen muss.
      Der Entwickler der App hätte gerne Geld für die Weiterentwicklung und Verbesserung, nicht aber nur für den einfachen Betrieb der App.

      Ich finde allerdings auch, dass zum Beispiel die Nutzung von verschiedenen Schaltern oder ähnlichem nicht vom Abo abhängen sollte. Das sollte eher ein InApp-Kauf sein. Ansonsten bin ich durch meine Hardware gezwungen ein Abo abzuschließen.

    2. Das sind sehr schlechte Vergleiche. Wenn dir ein Sturm ein Loch ins Dach macht oder du gerne ein Dachfenster haben möchtest macht es der Dachdecker nicht kostenfrei. Und das ist für dich völlig OK denke ich.

      Wenn Apple nun ein neues iOS herausbringt oder Hue einen neuen Taster wofür die App aktualisiert werden muß, ist das damit vergleichbar aber warum für dich nicht OK?

    3. Aber der Dachdecker wird beim Einbau eines zusätzlichen Dachfensters oder Wartung des Dachs wieder Geld verlangen. Der App Programmierer pflegt aber die einmal bezahlte App, baut neue Funktionen ein usw. Im Gegenzug dazu erhält er von dir aber nie wieder eine Bezahlung. Die richtige Lösung wären kostenpflichtigen Updates, die aber Apple nicht ermöglicht.

      Ich mag auch keine Abomodelle, aber ich kann den Entwickler in diesem Fall verstehen und finde seine Lösung durchaus fair.

  2. Sicherlich kann die App ne ganze Menge, habe sie auch mal getestet aber mir gefällt das Design überhaupt nicht und von daher habe ich sie auch nicht mehr installiert. Ich vermisse eigentlich nichts.

    1. An die ganzen Dachdecker-Spezialisten:

      Kann der Dachdecker, wenn er EIN Dach gedeckt hat das eine Dach dann auch hunderte oder tausende Male verkaufen ohne das er einen Finger krümmen muss?
      Und wenn er dann EINE Dachrinne dranmacht auch wieder so?

      Denkt mal drüber nach was hier hinkt…….

  3. ich finde die lösung des entwicklers sehr gut !
    bestandskunden behalten ihre funktionen und werden NICHT zu einem abo gezwungen, wie das bei anderen apps oft genug passiert ist !!
    alle die „abo ? dann bin ich weg…“ geschrieen haben, sollten nochmal genau nachlesen 😉

  4. Ich würde gerne wissen, welche Funktionen konkret noch kommen werden? Wenn etwas interessantes dabei ist, wäre das Abo für mich durchaus eine Überlegung wert.

  5. Ich teile die Einstellung des Autors zu Abos, wenn es eine Dienstleistung wie Spotify, 1Password, etc. ist habe ich damit kein Problem, ich nutze es jeden Tag und es bietet mir einen täglichen Mehrwert.

    Was ich in diesem Fall einfach als sehr fragwürdig sehe, ist die Tatsache, dass ich die App einmal Kaufen muss für 7 (!) Euro und dann für den vollen Funktionsumfang noch ein zusätzlichesAbo abschließen muss. Wenn man ein Abo einführt, was ich durchaus nachvollziehen kann aus Entwicklersicht, dann sollten die Grundfunktionen aber kostenlos sein und dann Updates oder neue Funktionen per in App Kauf oder Abo freigeschaltet werden.

  6. Mich würde tatsächlich interessieren: „warum man dann zwei verschiedene Abos – Basis und Pro – einführen muss, deren Preis pro Monat sich nur um 50 Cent unterscheidet“ 🙂

  7. Es ist halt wie immer: der Kunde ist König , dem König muss ich so viel wie möglich abnehmen. Kauft nicht am Samstag ein und und schließt keine Abos ab. Somit würde sich sowas von selbst regeln.

  8. Ich bin auch kein Freund von Abo Apps. Einmal alles einrichten und dann nur noch bei Erweiterungen etwas anpassen. Dafür möchte ich nicht monatlich zahlen. Hoffentlich wird bald die Hue App komplett überarbeitet und benutzerfreundlich gestaltet. Dann bräuchte man keine anderen Apps mehr. Übrigens, im AppStore hagelt es nur noch 1 Stern Bewertungen.

    1. Ich glaube das wird sich bald wieder legen. Bei tado war es auch so als Sie den Nutzern ein Abo aufdrängen wollten und für eine überarbeitete Ansicht der “Alt User“ 20€ haben wollten. Mir gefällt das Update von IConnectHue soweit gut und alle meine Käufe sind erhalten geblieben. Soweit sollte ich auch ohne Abo auskommen.

  9. Absoluter Schwachsinn.
    Wenn ich mir die „Pro“ Funktionen so anschaue, sehe ich absolut nicht ein warum man für solche Banalitäten jeden Monat für eine App zahlen sollte. Da ist nichts Pro dran.
    Ich bin Gegner von Abomodellen jeglicher Art. Wenn ich mal zusammen rechne was ich alles abonieren könnte an interessanten Dingen, dann könnte ich mir weder Miete noch Essen leisten.
    Ich nutze die App auch schon lange nicht mehr, da sie viele Dinge nicht kann und mir das Design auch nicht gefällt.
    Meine Hue Geräte programmiere ich mittlerweile selbst, mit viel besserer Logik und das kostet mich nix. Gerade bei 3rd Party App Herstellern guckt man eh dumm aus der Wäsche wenn die App eingestellt wird und man seine komplexe Hue Umgebung dann neu designen darf.
    Klare Absage von mir. Kauf App mit Abomodell für Grundfunktionen ist mal wieder ein deutliches Zeichen für den Konsumwahn der westlichen Gesellschaft.

  10. Stefan versorgt uns seit Jahren kontinuierlich mit top Qualität, konsequenter Weiterentwicklung und Möglichkeiten, die das Hue-System erweitern ohne auf OpenHAB (Steile Lernkurve für etc setzen zu müssen.

    Aus meiner Sicht ist das Abo-Modell weniger mit einem Dachdecker sondern mehr mit einem SLA (Service License Agreement) zu vergleichen. Natürlich kann Stefan nicht einen individuellen 24/7 Support für jeden User garantieren. Das würde dann auch eher >100 € / Monat kosten. Was er aber implizit tut (zwar ohne Garantie aber wie gesagt durch die „Historie“ ganz gut belegt) ist eben die kontinuierliche Weiterentwicklung. Das sind nicht nur neue Features oder die Unterstützung neuer Hardware (geht ja weit über die Philips Produkte hinaus), sondern eben auch die weitreichenden Anpassungen, die mindestens einmal jährlich fällig werden, wenn Eure iDevices die nächste iOS Major-Version ziehen. Gerade bei iOS 13 gab es sehr große Kritik in der Entwickler-Community, da Apple leider viele viele „breaking“ Änderungen (nicht nur APIs sondern auch Bugs) eingebaut hatte. Dabei gilt es aber nicht nur, fortlaufend die aktuellste Version zu unterstützen sondern auch ein großes Spektrum an Devices (iPhone und iPads und Apple Watches der verschiedenen Generationen und Bildschirm-Größen) und iOS, watchOS und seit Herbst iPadOS Versionen bei jedem Release durchzutesten und ggf. Fixes vorzunehmen.
    Hue-Apps sind zwar ganz gut verbreitet, aber SmartHome und das teure Hue-System sind alles in allem Niesche. Stefan ist weder ein großer Milliarden-Konzern noch hat er die Reichweite von Spieleentwicklern (Spiele setzen bis auf halbwegs aktuelle iDevices keine teure Zusatz-Hardware voraus und können vergleichsweise einfach mit Engines wie Unity aus Android und iOS ausgerollt werden). Da muss also schon ganz schön viel Käufe die Datenströme runterfliessen, bis sich Stefan davon ein einigermaßen stabiles Auskommen leisten kann, um die App Vollzeit voranzutreiben. Überlegt Mal, wie viel ihr im Jahr in Kantinen, Cafés, Bahnhöfen, tink.de und ggf Tabak zahlt und setzt dazu die Kosten von Einmalkauf und Abos (das noch dazu freiwillig ist) von iConnectHue in Relation. Das nur als Denkanstöße für die „Unverständigen“. Viele Grüße, Chris

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