Hueblog: Philips Hue Perifo: Das Schienensystem war für mich ein Problemlöser

Philips Hue Perifo: Das Schienensystem war für mich ein Problemlöser

Vor allem dank Netzteil sehr interessant

In dieser Woche ist das Philips Hue Perifo Schienensystem offiziell gestartet. Mit der Verfügbarkeit sieht es aktuell noch recht bescheiden aus, das soll sich im Laufe der nächsten paar Wochen aber erheblich verbessern. Ich habe eines der verfügbaren Perifo-Bundles bereits seit über einem Monat im Einsatz – und möchte euch heute mit einem kleinen Fazit versorgen.

Eines kann ich aber schon vorweg nehmen: Ein generelles Fazit zu ziehen, das wird nicht funktionieren. Nicht nur bietet Philips Hue in seinem Online-Shop über 100 verschiedene Bundles an, mit den diversen Einzelteilen lassen sich auch noch zahlreiche andere Konfigurationen erstellen. Das Perifo-Schienensystem kauft man sich nicht einfach und schraubt es an die Decke. Man braucht einen Plan.


Diese Problemstellung galt es bei mir Zuhause zu lösen

Wie etwa bei mir in der Küche. Dort haben wir eine Küche in L-Form und beim frei im Raum stehenden Teil war die Beleuchtung der Arbeitsfläche bisher nicht wirklich gut. Bisher standen wir uns selbst im Licht der eigentlich ausreichend hellen Deckenbeleuchtung, einer Philips Hue Surimu. Hinzu kam, dass der unter die Theke geklebte Philips Hue Lightstrip einfach nicht genügend Abstand zu Arbeitsfläche hatte und diese daher nur teilweise ausgeleuchtet hat. Hier mal ein Blick auf die vorherige Installation.

Nun hätte ich natürlich die Philips Hue Surimu komplett gegen das Perifo-Schienensystem austauschen können, aber im Prinzip sind wir mit dem sehr hellen und großen LED-Panel sehr zufrieden. Hier gibt es keinen Grund, etwas zu ändern.

Glücklicherweise habe ich bei der Küchenplanung eine Steckdose über einem der Oberschränke platziert, ursprünglich sollte dort eine Hue Go oder Hue Lightbar als Stimmungslicht platziert werden. Und genau hier kommt eine Besonderheit des Perifo-Schienensystems ins Spiel: Man kann nicht nur einen „nackten“ Stromanschluss zur Einspeisung verwenden, sondern auch ein externes Netzteil mit einem herkömmlichen Stecker. Und so sah es dann danach aus:

Einfache Installation mit einem kleinen Knackpunkt

Die Installation war daher wirklich einfach – ich musste nur zwei Schienen an die Decke montieren – 1 Meter und 0,5 Meter. Warum Philips Hue bei diesem Starter-Set nicht eine 1,5 Meter lange Schiene mitliefert, obwohl diese ebenfalls angeboten wird, bleibt mir unklar. Vermutlich ist der Versand des kleineren Pakets günstiger als die zwei einzelnen Schienen plus das Verbindungsstück.

Etwas problematisch könnte die Sache mit den Schienen werden, wenn eure Wände oder Decken nicht ganz eben sind. Warum? Die Löcher in den Schienen sind relativ weit von den beiden Enden entfernt. Bei der ein Meter langen Schiene wären drei Löcher – eines in der Mitte und zwei an den Enden – wohl etwas besser gewesen, um Unebenheiten der Oberfläche besser ausgleichen zu können.

Sind die Schienen erst einmal montiert, werden einfach die Leuchtmittel und das Netzteil eingesteckt und danach kleine Plastik-Abdeckungen zugeschnitten und eingesetzt. Das geht alles wirklich einfach. Großes handwerkliches Geschick ist nicht erforderlich.

Die Helligkeit ist normalen Leuchtmitteln überlegen

Für mich persönlich war das Philips Hue Perifo Schienensystem aufgrund des externen Netzteils, das ich sonst bei noch keinem anderen Hersteller entdeckt habe, die wohl beste Wahl. Profitieren kann ich aber auch von einer deutlich höheren Helligkeit. Während man bei System wie von Paulmann nur normale GU10-Spots von Philips Hue einsetzen kann, die auf maximal 350 Lumen kommen, schaffen die Perifo-Spots mit ihren fest integrierten LEDs mehr als 500 Lumen in der Spitze. Das ist schon ein merklicher Unterschied.

Bisher habe ich tatsächlich nur die Spots getestet, aufgrund der Flexibilität werde ich bei mir in der Küche aber auch noch die Pendel und die Lightbar ausprobieren. Beide könnten durchaus Kandidaten für meine Installation sein. Vorstellen werde ich euch die Einzelteile aber auf jeden Fall.

Und dann ist da ja noch der Preis

Ursprünglich sollte das von mir vorgestellte Set mit drei Spots, eineinhalb Meter Schiene und externem Netzteil 649,99 Euro kosten. Interessant: Der Kauf der Einzelteile wäre günstiger gewesen. Ein Umstand, den man wohl mittlerweile auch bei Philips Hue erkannt hat – denn zum Marktstart wurde der Preis dieses Bundles auf 599,99 Euro gesenkt. Bestellen könnt ihr das von mir getestete Set zum Beispiel bei Click-Licht.de.

600 Euro, das ist natürlich immer noch eine echte Hausnummer. Pauschal zu sagen: „Kauft es euch trotzdem und baut es euch einfach irgendwo hin“ – das geht definitiv nicht. Für mich war dieses Set aber die absolut richtige Entscheidung, mit möglichst wenig Aufwand ein absolut perfektes Ergebnis zu erzielen. Ohne Eingriff in irgendwelche Elektronik, ohne größere Bauarbeiten an Wand und Decke.

Und auch wenn ich das Set an der Decke montiert habe – gerade an der Wand sehe ich erhebliches Potenzial für das Perifo-Schienensystem. Gerade dank des Netzteils und spannender Leuchtmittel wie der Gradient Tube, die sich beispielsweise über dem Bett im Schlafzimmer hervorragend machen dürfte.

Philips Hue Perifo 3er Spots Wand

599,99 EUR


In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 4 Antworten

  1. Lustig, ich habe genau den gleichen Anwendungsfall. Linear light bar (günstiger als drei farbige Spots), 1.5m Schiene und Netzteil zusammen für 385€. Auch ein stolzer Preis!

    1. Die Lightbar werde ich mir auch noch mal dran stecken, sobald ich sie in die Hände bekomme. Bin sehr gespannt. Dürfte von der Helligkeit noch einmal über den drei Spots liegen.

      400 oder 600 Euro, das ist natürlich ein stolzer Preis. Aber gerade die Sache mit dem externen Netzteil habe ich tatsächlich bei keinem anderen Hersteller gesehen. Und sie macht die Installation halt wirklich einfach. Hat vielleicht 30 Minuten gedauert.

      Im Nachhinein dort Strom hinzubekommen und dann vielleicht eine günstigere Leuchte zu verbauen, das wäre am Ende wohl teurer geworden. Aufwändiger auf jeden Fall.

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