Hueblog: Hue Calla in Edelstahl ausgepackt: Farbprobleme endlich gelöst?

Hue Calla in Edelstahl ausgepackt: Farbprobleme endlich gelöst?

Klassiker endlich mit hochwertiger Verarbeitung

Es fühlt sich an wie eine halbe Ewigkeit, doch es ist erst dreieinhalb Jahre her, seit Philips Hue seine ersten Outdoor-Produkte auf den Markt gebracht hat. Im Juni 2018 startet neben dem Garten-Spot Lily auch die Sockelleuchte Calla. Nun, im Frühjahr 2022, gibt es eines der Gründungsmitglieder der Hue-Outdoor-Familie in einem neuem Gewand: Die Hue Calla mit einem Edelstahlgehäuse.

Bevor wir uns um die Neuerungen kümmern, müssen wir aber unbedingt über eines sprechen: Den Preis. Als die Calla 2018 auf den Markt gekommen ist, hat man für die Erweiterung inklusive Kabel und T-Stück 99,99 Euro bezahlt. Das Basis-Set mit Outdoor-Netzteil wurde für 139,99 Euro verkauft.

Diese Zeiten sind leider längst vorbei. Die Calla kostet mittlerweile 119,99 Euro. Und für das Edelstahl-Gehäuse zahlt man noch einmal drauf: 139,99 Euro werden hier abgerufen. Im Bundle mit dem für den Betrieb notwendigen Outdoor-Netzteil wird die Edelstahl-Calla gar nicht angeboten. Sollte man noch kein Outdoor-System von Philips Hue im Einsatz haben, an das man die Calla anschließen kann, sind noch einmal 39,99 Euro für das Netzteil fällig. Kaufen könnt die Philips Hue Calla und das Zubehör beispielsweise bei Click-Licht.de.

Das sind wirklich, wirklich sportliche Preise. Allerdings haben wir nach den Versuchen von Innr oder Müller-Licht Tint auch feststellen dürfen, dass diese Niedervolt-Lösungen keine echte Konkurrenz für Philips Hue sind. Und das, obwohl selbst beim Markführer nicht alles rund läuft.

Die Sache mit der Materialqualität

Die Calla ist dafür übrigens ein sehr gutes Beispiel. Die bisher verfügbare Variante hat zwei Schwachstellen: Zunächst einmal Kondenswasser im Lampenschirm, das in den meisten Fällen aber kein Problem ist. Viel schlimmer ist dagegen das Material des Gehäuses, das vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung zum Verblassen neigt. Ich habe hier schon Leser-Fotos erhalten, die wirklich heftig sind. Meine Calla stehen tagsüber geschützt im Schatten, daher habe ich hier tatsächlich keine Probleme.

Wenn euch die Optik der Hue Calla gefällt und ihr ein einfach zu installierendes Outdoor-System sucht, das zudem auch noch flexibel erweitert werden kann, dann solltet ihr definitiv zum neuen Modell aus Edelstahl greifen, auch wenn das etwas mehr kostet. Zumindest was die Beständigkeit des Materials angeht, sollte man hier auf der sicheren Seite sein – auch wenn uns natürlich noch die Praxis-Erfahrungen fehlen.

Optisch macht die silberne Calla auf jeden Fall etwas her, nur ein kleines schwarzes Rechteck stört im Gehäuse aus Edelstahl. Das ist aber zwingend notwendig, denn dahinter steckt das ZigBee-Funkmodul. Immerhin: Es gibt vier Kabelauslässe, auf jeder Seite einen – so kann man die Calla problemlos so drehen, dass man die Plastik-Abdeckung des Funkmoduls nicht sieht.

Die Sache mit der Helligkeit

Für viel Verwirrung sorgen die technischen Angaben von Philips Hue. Auf der Verpackung und auch auf vielen Seiten im Netz sind nur 350 Lumen als maximale Helligkeit angegeben. Von der „alten“ Calla kennen wir dagegen noch 640 Lumen als angegebene Helligkeit.

Die Standard-Helligkeit muss seit Ende 2021 aber bei einem Weißton von 2.700 Kelvin angegeben werden – und das sind es eben nur 350 Lumen. Bei 4.000 Kelvin schafft die Calla dagegen 590 Lumen. Auch das ist etwas weniger, mittlerweile gibt Philips Hue aber bei der schwarzen Calla die genau gleichen Werte an. Und auch ich konnte bei zwei direkt nebeneinander gestellten Calla-Modellen keinen Unterschied erkennen.

Die Calla bleibt dahin weiterhin eine Empfehlung für alle, die keine 230 Volt Verkabelung im Garten herstellen wollen oder können. Das Niedervolt-System von Philips Hue ist denkbar einfach zu installieren und dank mittlerweile immer mehr Produkten auch sehr vielseitig.

Philips Hue Calla Edelstahl

139,99 EUR

In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 3 Antworten

  1. Also meine schwarze Calla ist nun seit ca. 2 1/2 Jahren im Einsatz und bekommt morgens Sonne und steht dann ca. ab der Mittagszeit im Schatten. Eine Verfärbung des schwarzen Gehäuses konnte ich bisher nicht feststellen, auch kein Kondeswasser im Lampenschirm.
    Aber was ich feststellen konnte ist, dass der Lampenschirm doch mittlerweile stark vergilbt ist.
    Ist natürlich für den Preis doch sehr enttäuschend.
    Oder war das Verfärben des Lampenschirms gemeint in dem Artikel?

    Gab es da von Philips irgendeine Lösung? Aber ich denke nach mehr als 2 Jahren ist sowieso jeder Anspruch verwirkt.

  2. Eine Lily gibt es leider nicht in Edelstahl und Impress auch nicht. Werde also da dauerhaft bei schwarz bleiben.
    Habe mir gerade eine dritte Amaranth bestellt. Proshop hat die noch für ca. 120€. HUE will ja nun ca. 180€ haben, wenn dann die Lieferung zum 30.06.2022 bei denen eintrifft.

    Die Amaranth war ja noch nie richtig günstig aber 180€?

  3. Hallo,

    kann mir jemand sagen, ob die Systeme von Paulmann „Plug & Shine Gartenbeleuchtungssystem“ und Philips Hue (z.B. Calla oder Lily) miteinander kompatibel sind? Also ob ich z.B. den Lily Gartenspot an die Kabel von Paulmann anschließen kann.

    Danke im Voraus.

    Gruß

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