Rund um Philips Hue Entertainment hat sich bisher nicht viel getan. Nun habe ich aus einer gut informierten Quelle interessante Details erfahren.

Auf der IFA im September 2017 wurde Philips Hue Entertainment ausgewählten Medienvertretern erstmals gezeigt. Damals mit einem Film von Disney, wie ja auch auf den offiziellen Produktfotos zu sehen ist. Mich hat die Demo wirklich schwer begeistert und ich war voller Hoffnung, so etwas im folgenden Dezember selbst auf meinem Fernseher erleben zu dürfen. Was daraus geworden ist, wissen wir ja mittlerweile alle: Bis auf eine Kooperation mit Razer gibt es bisher keine Inhalte für Hue Entertainment.

Nun habe ich aus einer gut informierten Quelle interessante Details erfahren, die vermuten lassen, dass sich Philips möglicherweise ein bisschen verzockt hat. So soll registrierten Entwicklern im Dezember mitgeteilt worden sein, dass man mit größeren Namen Kontakt habe und die Arbeit zunächst darauf fokussieren wolle, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten Entertainment-fähigen Firmware-Versionen gab.

Die interessierten Entwickler haben allerdings erst viel später Zugriff auf die Entertainment-Schnittstelle bekommen, um an ihrer eigenen Software-Implementierung zu arbeiten. Laut unseren Informationen war das erst der Fall, als es Mitte Januar das App-Update mit der Entertainment-Erweiterung gab.

Erste Beta-Software ermöglichst Hue Entertainment auf dem Computer

Hat sich Philips die Probleme vielleicht also selbst ins Haus geholt? Während man interessierten Entwicklern erst Wochen später den Zugriff auf alle benötigen Werkzeuge gegeben hat, scheinen die angedeuteten Kooperationen mit den großen Namen nicht gefruchtet zu haben – zumindest bisher nicht.

Zumindest aber gibt es etwas Licht am Ende des Tunnels. Ein findiger Entwickler hat mit seinem Projekt „Huestacean“ bereits einen Weg gefunden, Hue Entertainment mit Bildschirminhalten von Windows oder Mac Computern zu füttern. Zumindest auf meinem Mac kam es bei der Nutzung der Software aber zu erheblichen Performance-Einbrüchen. Schade, denn im Video sieht die Geschichte durchaus beeindruckend aus. Vielleicht läuft es ja bei euch besser?

2 Kommentare

  1. Hab die Anwendung mal auf meinem PC ausprobiert, sechs Hue LEDs bei einer Latenz von 15ms, also ~60fps. Geht schon ganz schön ab. Schon nen bissl Respekt vor dem Entwickler bzw auch vonr der Reaktionsgeschwindigkeit von Hue Entertainment. Würde mir noch wünschen, das man den LEDs einfach Bildbereiche zuordnen kann wie bei ScreenBloom (www.screenbloom.com), da man nicht genau erkennt auf welche Bereiche welche LED anhand der Raumeinstellung in der App nun genau zugreift – aber das kommt bestimmt auch noch 🙂

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