Durch eine Leserzuschrift bin ich auf die Versteckdose aufmerksam geworden. Ein mehr als interessantes Produkt.

Die ersten Friends of Hue Schalter sind bereits seit einigen Monaten erhältlich, ich habe euch ja schon Modelle von Vimar und Niko vorstellen können. Aber auch der für dieses Frühjahr angekündigte Friends of Hue Schalter von Busch-Jäger lässt ein Problem offen: Was macht man mit den Kabeln in der Unterputzdose des klassischen Lichtschalters?

Genau mit diesem Detail haben sich die Erfinder der Versteckdose beschäftigt. Sie nutzen die bestehende Verkabelung, um eine Steckdose an der Stelle des bisherigen Lichtschalters zu installieren. Der Friends of Hue Schalter wird dann einfach über den Rahmen geschoben und kann die Steckdose bei Nichtnutzung verstecken.

Im zweiten Quartal ab 79,90 Euro erhältlich

Auch dabei wurde an jedes Detail gedacht: Dank einer Öffnungsunterstützung reicht ein leichter Druck und der Lichtschalter bewegt sich selbstständig nach oben und gibt die Steckdose frei. Auf Wunsch kann die Versteckdose mit einem Magnetschlüssel auch verriegelt werden – die perfekte Kindersicherung.

Aber auch das war noch längst nicht alles. Die Versteckdose gibt es auch als USB-Steckdose mit zwei USB-Anschlüssen, einer Ladeschale und einem Dreifach-Ladekabel.

Die Preise für die Versteckdose, die ab dem zweiten Quartal des Jahres im Handel erhältlich sein soll, können wir euch ebenfalls schon nennen. Die Schutzkontakt-Steckdose samt Friends of Hue Schalter ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 79,90 Euro ausgestattet, für die Steckdose mit den zusätzlichen USB-Anschlüssen, Ladeschale und Kabel fordert der Hersteller 109,90 Euro. Beides ist definitiv etwas teurer als die Konkurrenz, aber auch um ein Vielfaches innovativer.

Genau wie bei den anderen Friends of Hue Modellen kommt auch bei der Versteckdose ein von Philips Hue zertifiziertes EnOcean-Modul zu Einsatz, das eine volle Kompatibilität mit der Hue-App bietet. Auf vier Tasten können so insgesamt acht Aktionen gelegt werden.

Versteckdose auch als Erweiterung für Hue Tap geplant

Wer bereits einen Hue Tap im Einsatz hat und diesen anstelle des bisherigen Lichtschalters installieren möchte, bekommt ebenfalls eine passende Versteckdose. Das Tap Dock ohne Hue Tap wird 39,90 Euro für die normale Variante und 79,90 Euro für das USB-Modell kosten.

Offizielle Infos zu allen Variante der Versteckdose gibt es auf der Webseite des Herstellers. Ich bleibe natürlich für euch am Ball und hoffe, euch bis zum Marktstart eigene Bilder dieser innovativen Lösung zeigen zu können.

21 Kommentare

  1. Moment, also den Schalter ersetzt man gegen die Steckdose… ich bezweifle das rund 70% der älteren Häuser einen Neutral + Einen PE + einen Dauer L Anliegen hat….

    wenn man es hat ist es aber sinnvoll!

  2. Also meines wissens…
    Ein lichtschalter unterbricht nur eine leitung. Hier eine steckdose anzuschließen, geht meiner meinung nach nicht.
    Aber ich lasse mich gerne belehren und erwarte hier fieberhaft aufklärung von leuten, die sich in der verdrahtung besser auskennen.
    ?

  3. Läßt sich nicht pauschal sagen. Kommt auf die Schaltweise an. Kann durchaus sein, daß von der abzweigdose zwar 3 adriges Kabel liegt, allerdings 2 Adern belegt sind. Spannungsführender Draht und Schaltdraht. Bei ner anderen Variante kommen Phase, Null und Erde an, Null und Erde sind durch geklemmt, Phase geht auf Schalter und der dritte Leiter (Schaltleitung) vom abgehenden Kabel geht ebenfalls auf den Schalter. Bei Wechsel, Kreuz, Serien und Tasterschaltungen sieht es nochmals anders aus. Da geht sofern genug Adern vorhanden sind, ohne umklemmen garnix.

    • Manchmal wird auch 5 Adrig von der Abzweigdose gelegt. Dann hast du alles was du brauchst. Meistens wenn unten noch ne Steckdose ist, könntest du Glück haben.

      • Vergiss es, der Schalter wird ja ausgebaut. Wenn 3 Adrig liegt sollte es keine Probleme geben. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß der Lampendraht auf Dauerspannung geklemmt werden muss, was ich persönlich für keine so gute Idee halte, Stichwort Sicherheit und damit verbunden evtl. auch Lebensgefahr. Wenn sich da jemand an der Lampe zu schaffen macht und den Umstand das die Lampe immer unter Strom steht, nicht bewusst ist.

        • Guter Einwand Henk das war auch mein Gedanken sollte jeder wissen also immer Sicherung rausnehmen bevor man dort etwas macht

  4. Eine sinnvolle Ergänzung wäre es, wenn ein Schalter anstatt der Steckdose integriert wäre. Der mechanische Schalter wäre dann immer noch bedienbar, falls das Hue System mal spinnt. Gleichzeitig wären die bisherigen Schalter gegen unbeabsichtigtes betätigen geschützt. Ist aber ein bekanntes Problem, oder welches bisher nicht optimal gelöst ist.

  5. Ein tolles Konzept. Wenn es jetzt noch eine Variante gäbe, wo keine Steckdose, sondern ein normaler Lichtschalter abgedeckt werden würde, wäre ich überglücklich. Einen smarten Lichtschalter oben und wenn man doch mal die Stromzufuhr klassische trennen will einfach hochschieben und Schalter betätigen. DAS wäre mal was.

  6. Mal was zu eurem Layout: das einzige Foto auf dem man das Produkt was ihr hier besprecht sehen kann ist halb von der Überschrift verdeckt. Ihr solltet das ändern.

  7. Eigentlich eine gute Idee doch wie auch schon erwähnt würde es mehr Sinn machen wenn ein Lichtschalter abgedeckt wird anstatt eine Steckdose und am besten ein komplettes Schalter/Steckdosen Programm mit allem drum und dran zu bestellen wäre. Mein Problem ist allerdings eher das ich lieber die Lieferzeiten verkürzen würde der Vimar Schalter ist im moment nicht lagernd und hat bis zu vier Wochen Lieferzeit (und doppel oder dreifachrahmen werden auch nirgends angeboten). Dazu kommt das die anderen Anbieter wie Niko oder Feller (die wesentlich besser aussehen) im moment erst gar nicht in Deutschland zu bekommen sind. Ich werde nun weiter verzweifelt auf diese Produkte warten müssen.

  8. Ich finde das Konzept stimmig, sehe jedoch auch einige Schwierigkeiten bezüglich der Verdrahtung zumindest im Altbau.
    Aber mal zu den Bedenkenträgern:
    Wer so einen Schalter bei sich installiert (idealerweise durch Elektrofachkraft – Stichwort Versicherung im Brandfall) der weiss sehr wohl das an der Lampe dauerhaft Strom anliegt. Mal ganz davon abgesehen dass er ohnehin die 5 Grundregeln nicht befolgt hat welche bei Arbeiten am Strom „immer“ und „zwingend“ zu beachten sind:
    -Freischalten.
    -Gegen Wiedereinschalten sichern.
    -Spannungsfreiheit allpolig feststellen.
    -Erden und kurzschließen.
    -Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.
    Zumindest die ersten 3 gelten auch schon beim einfachen Wechsel einer Glühbirne. Wer das nicht beachtet ist dem ist nicht mehr zu helfen.

  9. Lichtschalter können so wie ich das lese ebenfalls abgedeckt werden. Der Hersteller Schreibt das alle Einbauten mit dem Format 55×55 mm kompatibel sind. Wenn die Schaltwippe also nicht zu dich gewählt wird sehe ich da keine Probleme. (Im Zweifel die Abdeckung des Schalters weg lassen.

  10. @chris,rufe bei Mauer und Bülle in Hamburg an, da bekommst du alles innerhalb wenige Tage, hab schon mehrere doppelrahmen mit Hue Friends und Steckdose eingebaut,da kannste dann Rahmen Friends of Hue und Steckdosen oder andere Lichtschalter jeweils einzeln bestellen so wie du es brauchst

    • Danke für die Info nur ändert das noch nichts daran das mir die Vimar Schalter im Vergleich zu den anderen nicht gefallen und auch gar nicht zu meinen aktuellen Schalter/Steckdosen passen 😉 aber falls ich wiedererwartend nicht warten kann ruf ich da an.

  11. Ich hab mich an einigen Stellen gegen Hue und für Shelly entschieden um eben neben den smarten Funktionen auch klassisch per Schalter ein und ausschalten zu können. Dimmen oder Farben geht aber nicht. Dafür 10 Euro und der bestehende Schalter wird weiter verwendet.

  12. Das ergibt schon Sinn und funktioniert auch wenn nur 2 Kabel in der Unterputz Dose liegen, a-a-aber: logischerweise schaltet die „Steckdose“ dann durch und das Licht brennt, also nur sinnvoll wenn die Lampe an der Decke eine smarte birne hat.

  13. Ich sehe das wie schon einige hier: unter einem Lichtschalter befindet sich zur Schaltung einer Lampe an der Wand bzw. An der Decke meistens nur der Stromführende Draht und nicht alle 3 Phasen. Damit ist die Montage einer Steckdose nicht möglich bzw. Nicht sinnstiftend. Die Versteckdose ist damit zumindest in meinem Haus nicht sinnvoll einzusetzen.

    Was mich viel mehr stört ist die Tatsache, dass Philips es nicht schafft den Rahmen für den Hue Switch einfach um 5mm breiter zu machen, damit dieser auf eine in Europa übliche Standard-Unterputzdose montiert werden kann. Dann bräuchten wir das alles nicht. Die Umrüstung wäre dann so einfach: Hue Birne in die Lampe einschrauben, das Kabel des Schalters in der Unterputzdose fix verbinden und auf die Unterputzdose den Hue-Switch Rahmen schrauben und fertig ist die Umrüstung eines Zimmers. Stattdessen müssen Alternativen gesucht werden, die entweder ein Vermögen kosten oder so klobig und hässlich sind, dass diese nicht in Frage kommen.

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