Hueblog: Warum dieses Unterputz-Modul eine offizielle Lizenzierung erhalten sollte

Warum dieses Unterputz-Modul eine offizielle Lizenzierung erhalten sollte

Mit allen Schalter-Herstellern kompatibel

Seit fast zwei Jahren sind die Friends of Hue Schalter auf dem Markt und im Prinzip gibt es noch zwei Probleme: Es gibt immer noch Hersteller und Schalter-Serien, die keinen passenden Friends of Hue Schalter anbieten. Außerdem gibt es bei jedem Tastendruck ein lautes Klacken, mit dem die notwendige Energie für das Funksignal gewonnen wird.

Der asiatische Hersteller Sunricher hat nun ein Unterputz-Modul auf den Markt gebracht, das sich innerhalb der Hue-App wie ein normaler Friends of Hue Schalter verhält – abgesehen von einer HomeKit-Unterstützung. Das Problem an der Sache: Das Modul ist genau wie der Batterie-betriebe Schalter nicht offiziell von Philips Hue lizenziert, es gibt also keine Garantie, dass er dauerhaft so funktioniert.

Das Modul wird mit 230 Volt versorgt und verfügt über vier Steckplätze für einadrige Kabel, die wiederum mit bis zu vier Tastern verbunden werden. Einen Taster bekommt ihr quasi von jedem Hersteller passend für euer Schalter-System.

Bei der Installation habt ihr viele Möglichkeiten

Was die Geschichte so spannend macht: Es ist völlig egal, ob ihr vier Einfach-Taster, zwei Doppel-Taster oder einen Vierfach-Taster anschließt. Diese Lösung ist also prima geeignet für Mehrfach-Rahmen. Ihr könnt auch nur drei Taster anschließen, solltet dabei aber unbedingt bedenken, dass ihr die Taste oben rechts und unten links für die Einbindung in das System benötigt. Zur Konfiguration empfiehlt sich eine App wie iConnectHue, denn hier lange Tastendrücke und Alternationen flexibel eingestellt werden.

Zudem gibt es einen weiteren entscheidenden Vorteil: Das nervige Klick-Geräusch entfällt nahezu komplett. Im folgenden Video zeige ich euch einen kleinen Vergleich der verschiedenen Schalter, beim Unterputz-Modul von Sunricher kommt ein Taster von Gira zum Einsatz.

Falls ich euer Interesse wecken konnte, ihr euch die Verkabelung zutraut oder dafür eine helfende Hand habt, könnt ihr das Modul bereits in einem niederländischen Online-Shop für rund 60 Euro bestellen. Ab Oktober soll es das Teilchen dann auch in einem deutschen Shop geben – immer vorausgesetzt, Signify unterbindet die ganze Geschichte nicht.

Friends of Hue Unterputz-Modul

Intelligentes Einbaumodul, das Sie an 230V anschließen können und an das Sie bis zu 4 verdrahtete Schalter jeder gewünschten Marke von Schaltgeräten anschließen können. Jeder Kanal kann eine Philips Hue-, INNR- oder Ikea Tradfri-Lampe drahtlos steuern. Sie können also Ihre vorhandenen Schaltgeräte innerhalb Ihrer Zigbee-Installation weiter verwenden!

54,95 EUR

In den letzten Jahren habe ich mich zu einem echten Experten in Sachen Hue & HomeKit entwickelt. Mittlerweile habe ich über 50 Lampen und zahlreiche Schalter im Einsatz. In meinem kleinen Blog teile ich meine Erfahrungen gerne mit euch.

Kommentare 12 Antworten

  1. Die Idee finde ich super, allerdings ist das Ganze aus meiner Sicht völlig überteuert.

    Pro Schalter (bei mir Gira) mit 4-fach-Taster und Wippe kostet der Spaß noch einmal knapp 17€, das sind dann In Summe mindestens 77€ pro Schaltereinheit. Alleine im Wohnzimmer würden 5 Schalter anfallen, von den restlichen Räumen gar nicht zu reden.

    Plus die Frickelei in den UP-Dosen, weil bei mir zumeist Standardtiefe verbaut ist, und die sind so schon voll gepackt …

    Tut mir leid, aber ich warte lieber weiter auf ein Hue-kompatibles UP-Modul, das den existierenden Schalter komplett ersetzen kann, gerne mit einer Adapterplatte zur Montage von herstellerspezifischen Wippen bzw. Rahmen. Bis dahin tut es der Hue Dimmschalter weiter …

    1. Der deutsche Shop LED-Trading will das Modul bald für 39,99 Euro anbieten, das ist ja dann schon mal ne Ecke günstiger. Recht viel Platz in der Dose braucht man sicherlich, aber dafür ist die ganze Geschichte auch wirklich lautlos bzw. nicht lauter als ein herkömmlicher Lichtschalter.

    2. Und es lässt sich in Serien integrieren in denen das noch nichteinmal mit 3D Drucker und viel Zeit und talent möglich war (bei mir Berker R1/3). Optionen haben jedenfalls noch niemanden geschadet.

    1. Ne, das ist was ganz anderes. Da schließt du „dumme“ Lampen an, damit die über die Hue App ein und ausgeschaltet bzw. gedimmt werden können.

      Mit dem hier vorgestellten Modul kann man Hue Lampen steuern, Szenen wählen und dimmen.

    2. das ist schon klar. Mir ging es darum, dass das ursprünglich auch von Sunricher kommt, hier aber umgelabelt in verschiedenen Formen und Farben (und zu verschiedenen Preisen) erhältlich ist. Ähnlich mit dem LED Controllern. Das lässt hoffen, dass das bei diesem Produkt auch der Fall sein könnte und somit sowohl Verfügbarkeit als auch Preis sichj für den Käufer verbessern.

    1. Kannst du auch machen. Zur Konfiguration brauchst du aber auf jeden Fall zwei Taster, da dort zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden müssen. Danach kannst du theoretisch nur einen dran lassen.

  2. Eine sehr gute Lösung – da könnte ich endlich meine Merten „Octocolor“ Taster Hue-Kompatibel machen! Die Homekit-Kompatibilität ist in meiner Installation machbar: Wenn das Teil an der Hue-Bridge hängt, dann kann es auch in meine FHEM-Installation integriert werden (da gibt es einen Software-Adapter), und mit IoBroker (an FHEM) mache ich alles Homekit-kompatibel so wie ich es haben möchte. Sollte auch hier funktionieren.
    Nur mit der Dicke des Moduls (15 mm) habe ich Bedenken: Das passt nicht zusammen mit einem Taster in eine normale UP-Dose und tiefe Dosen nachträglich installieren geht nicht so einfach (Kabel laufen durch die Dosen). Vor ein paar Jahrzehnten hat man Kabel auch nicht so großzügig verlegt wie das heute sein sollte – da ist alles sehr kurz gehalten. Zum Verlängern von Kabeln in UP-Dosen gibt es sehr kleine WAGO-Klemmen statt konventioneller Lüsterklemmen. Ich weiß von was ich rede, habe einige Fibaro-UP-Dimmer installiert …

  3. Das Modul ist genial. Allerdings habe ich Angst, dass es auf Dauer Probleme gibt. Ich habe von Problemen mit dem „Inoffizielle“ batteriebetriebenen FOH Taster gehört, Dass diese sich nicht mehr anmelden und nutzen lassen. Meine funktionieren zum Glück noch, hoffe das bleibt auch so.

    1. Habe davon auch gehört und es haben sich auch schon Nutzer bei mir gemeldet. Es ist wohl so, dass einige Switches die Knopfzelle innerhalb von kurzer Zeit leer saugen. Das als Problem nach ein paar Tagen zu identifizieren, ist natürlich nicht leicht. Es gibt derzeit keine Probleme bei der Kopplung der Bridge. Dass das dauerhaft so bleibt, kann natürlich niemand garantieren.

      Je mehr dieser inoffizieller Schalter verkauft werden, desto geringer sind meiner Meinung nach aber die Chancen, dass Signify den Nutzer bestraft.

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